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Kärntner Abwehrkämpferbund

Kriegsende 1918

 

Der Zusammenbruch der habsburgischen Donaumonarchie am Ende des 1. Weltkrieges im November 1918 konnte auch Kaiser Karl mit seinem Kaiserlichen Manifestâ, in dem er den Völkern Zisleithaniens einen Bundesstaat versprochen hatte, nicht mehr verhindern, die meisten Völker wollten keinen gemeinsamen Staat mehr, sie beschlossen den Abfall.

Am 12. November 1918 rief die provisorische Nationalversammlung in Wien einmütig die Republik Deutschösterreich aus, Slowenen, Kroaten und Serben des ehemaligen Habsburgerstaates vereinigten sich am 1. Dezember 1918 mit dem Königreich Serbien und Montenegro zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen.

Bereits am 17. Oktober 1918 hat der gerade gegründete slowenische Nationalrat beschlossen, das ganze Gebiet des Herzogtums Kärnten zu fordern. Diese Maximalforderung wurde später eingeschränkt, aber die slowenischnationalen Führer forderten bedingungslos des Gebiet südlich der Linie Villach  Feldkirchen  St.Veit  Wolfsberg.

Als die Südslawen mit militärischen Mitteln ihre Gebietsansprüche zu verwirklichen versuchten, war die Einheit Kärntens höchst bedroht. Die Kärntner Landesregierung faste jedoch, gegen den Willen der Wiener Regierung am 5. Dezember 1918 den denkwürdigen Beschluss zum bewaffneten Widerstand.

Die Kämpfe forderten auf Kärntner Seite 267 Tote und mehr als 800 Verwundete. Der Kärntner Abwehrkampf und die unter internationaler Kontrolle durchgeführte Volksabstimmung am 10.10.1920 erhielt Kärnten seine Einheit und den Verbleib bei österreich.

Ohne Volksabstimmung musste Kärnten jedoch das Mießtal und das Seeland an das Südslawische Reich und das Kanaltal an Italien abtreten. Am 20. November 1920 fand eine feierliche Sitzung der Kärntner Landesversammlung unter Dr. Arthur Lemisch statt, in der dieser allen Kämpfern für die Einheit Kärntens mit tiefempfundenen Worten dankte und der Abstimmungskommission für ihre Unparteilichkeit vollste Anerkennung zollte.